Essen und Sex – ein Special zum Valentinstag

Als Food Marketing Beraterin interessiere ich mich für alles rund ums Essen und am 14. Februar ist Valentinstag. Und weil sich an diesem Tag Liebende zusammenfinden, habe ich die Verbindung zwischen Sex und Essen etwas genauer unter die Lupe genommen. Sowohl Essen als auch Sex ist Genuss. Beides löst Emotionen in uns aus. Auch in der Sprache benutzen wir oft die gleichen Wörter im Zusammenhang mit den beiden menschlichen Grundbedürfnissen.

Essen und Sex – ein Vergleich

Natürlich gibt es keinen direkten Vergleich, bei dem man sagen kann: „Sag mir wie du isst und ich sag dir wie du liebst“, dennoch finde ich, dass es in der Küche und beim Sex durchaus Affinitäten gibt.

Einige Gemeinsamkeiten, die die Nahrungsaufnahme und die Paarung verbindet:

  • Neugier: Sowohl in der Küche als auch im Bett sollten wir neugierig bleiben, denn dadurch bleiben wir offen für Neues. Experimentieren macht uns schon als Kind Spaß, warum also nicht später auch in der Küche und im Schlafzimmer.

  • Abwechslung: Wer jeden Tag das gleiche auf seinem Speiseplan stehen hat, wird bald wenig Freude am Essen haben. Routine ist oftmals langweilig. So ist es auch in der Sexualität. Abwechslung schafft hier bestimmt Abhilfe.

  • Zeit: Kochen und Essen macht mehr Spaß, wenn man sich dafür Zeit nimmt. Ähnlich ist es beim Sex, denn auch den kann mehr mehr genießen, wenn man sich ganz darauf einlassen kann und Zeit dabei keine Rolle spielt.

  • Bücher: Wenn einem die Ideen ausgehen, dann kann man sich Inputs in Büchern holen und sehen, ob etwas für einen dabei ist. Es gibt unzählige Kochbücher, aber auch jede Menge Ratgeber, aus denen man sich neue Inspirationen holen kann.

Die Inspiration für diesen Beitrag hier auf meinem Food Marketing Blog hole ich mir unter anderem auch in Podcasts. Bei meiner Recherche für das Special zum Valentinstag bin ich auf diesen Podcast gestoßen. Nicole Siller, Sexualberaterin aus Wien, gibt in ihrem Podcast rund um das Thema Essen und Sex Einblick in die Gemeinsamkeiten beider Dinge und dabei sehr interessante Gesprächspartner*innen zu Gast.

Essen und Sex – die Sprache

Auch in der Sprache gibt es Zusammenhänge zwischen Essen und Sex. Ein altes Sprichwort sagt zum Beispiel, dass Liebe durch den Magen geht. Wörter wie scharf, prickelnd, vernaschen oder knabbern können mit Essen und/oder Sex in Verbindung gebracht werden. Wer hat den Verzehr von besonders gutem Essen nicht schon mal mit einem Orgasmus verglichen? Und sogar der Dalai Lama bringt die Liebe und das Kochen auf eine Ebene:

Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen.

Dalai Lama

Wie es scheint, gehört Essen und Sex irgendwie zusammen. Und mit dem französischen Soziologen Jean-Claude Kaufmann, der sagt, dass für eine funktionierende Beziehung das gemeinsame Essen einen ähnlichen Stellenwert haben sollte wie Sex, stimmt dem auch die Wissenschaft zu.

Food Marketing nutzt Benefits von Lebensmitteln

Food Brands und Lebensmittelhersteller verwenden für die Vermarktung natürlich jeglichen Nutzen, den man diversen Lebensmitteln zuschreibt. Nachfolgend findest du einige Beispiele dafür, welche Eigenschaften bestimmte Nahrungsmitteln besitzen. Diese werden immer wieder von Produzent*innen für ihr Food Marketing instrumentalisiert.

  • Avocado: Schon die Azteken sahen die Avocado als Aphrodisiakum und das aztekische Wort für Hoden (ahuácatl) gab der Frucht ihren Namen. Der hohe Vitamin E Gehalt sollte Energie spenden und die Öle der Frucht steigern anscheinend die Lust. Das ebenso enthaltene Vitamin B6, trägt bei Männern zur Hormonbildung, die für den Sexualtrieb sorgen, bei.

  • Chili/Ingwer/Kren: Alles was scharf ist, macht scheinbar scharf. Durch die Schärfe schüttet der Körper Endorphin – ein Glückshormon – aus, der Körper wird dadurch stärker durchblutet und der Kreislauf angeregt.

  • Olivenöl: Dass die mediterrane Ernährung und somit auch das Olivenöl sich positiv auf die Gesundheit auswirkt ist mittlerweile bekannt. Außerdem haben griechische Wissenschaftler bestätigt, dass Olivenöl die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessert. Bei regelmässigem Konsum könnte es sogar wirksamer als Viagra sein.

  • Spargel: Eine phallus-ähnliches Aussehen kann man dem Spargel wohl nicht absprechen. In der Naturmedizin wird die stärkende und anregende Wirkung des Asparagin anerkannt, denn diese Aminosäure soll Lust und Ausdauer steigern.

  • Anis: Anis gilt schon seit der Antike als Mittel zur Luststeigerung. Auch heute kann Anis den weiblichen Zyklus positiv unterstützen. Außerdem soll Anis erregend, stimulierend und zugleich entspannend wirken. Und wenn ich an den Genuss von einem Glas Pastis oder Pernod denke, kann ich dieser Theorie durchaus etwas abgewinnen. 😉

  • Nüsse: Alle Nüsse enthalten gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Ballaststoffe. Laut einer Spanischen Studie soll durch den Verzehr von Nüssen auch die Sperma Qualität verbessert werden.

  • Tonkabohne: Dieses Gewürz ist relativ neu in der europäischen Küche. Kein Wunder, dass die Tonkabohne eine Trendzutat geworden ist, gilt sie doch als natürliches Aphrodisiakum. Der Geschmack von Vanille, Marzipan und einem Hauch Holz ist betörend – doch Vorsicht, die Tonkabohne enthält Cumarin, welches berauschend wirken soll. Deshalb wird die Tonkabohne sehr sparsam eingesetzt.

Je mehr, desto besser

Wie du siehst, haben Essen und Sex bei näherer Betrachtung eine Menge an Gemeinsamkeiten. Und weil es einfach zu gut passt, beende ich diesen Beitrag kurz und knackig mit einem Zitat einer renommierten amerikanischen Restaurantkritikerin. Auch sie verwendet immer wieder sexuelle Metaphern um Essen zu beschreiben:

Gutes Essen ist wie guter Sex. Je mehr du davon hast, desto mehr willst du.

Gael Greene, amerikanische Restaurantkritikerin

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