Warum die Baubranche reif für Veränderung ist

Die Bauindustrie ist reif für Veränderung.  – Warum?

Bei großen Bauprojekten dauert der Abschluss durchschnittlich 20% länger als geplant und liegt bis zu 80% über dem geplanten Budget. Die Produktivität im Baugewerbe ist seit den neunziger Jahren tatsächlich zurückgegangen. Die finanziellen Renditen für Auftragnehmer sind meist niedrig und unterliegen Schwankungen.

Die Baubranche ist reif für Veränderung. In diesem Beitrag zeige ich den Status Quo und mögliches Potential für die Baubranche auf.

Innovation, Technologie und Management 

Einerseits hat der Bausektor nur leichte Prozess- und Technologieinnovationen eingeführt, andererseits besteht ebenso beim alltäglichen „Geschäft“ Nachholbedarf: 

Beispielsweise bleibt die Projektplanung in den meisten Fällen zwischen Büro und Außendienst unkoordiniert und erfolgt nach wie vor auf Papier. 

Verträge beinhalten keine Anreize für Risikoteilung und Innovation. – Das Leistungsmanagement ist unzureichend, und die Praktiken der Lieferkette sind immer noch nicht ausgereift. 

Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Baugewerbe liegen weit hinter denen anderer Branchen: 

Weniger als 1% des Umsatzes (gegenüber 3,5 bis 4,5% im Automobil- und Luftfahrtsektor) werden in Forschung und Entwicklung investiert.

Dies gilt ebenso für das Investment in IT, welches weniger als 1% des Bau Umsatzes ausmacht, obwohl neue Softwarelösungen für die Branche entwickelt wurden.

Herausforderungen an die Baubranche

Projekte werden komplexer und umfangreicher. Die Nachfrage nach nachhaltigem Bauen steigt. Bisher angewandte Praktiken müssen sich daher ändern. Der Fachkräftemangel, sowie der Mangel an Aufsichtspersonal werden sich weiter verschärfen. 

All dies sind Problemstellungen, die neue Denkweisen und Arbeitsmethoden erfordern.

Der Sektor hat sich bis dato auf Schritt-für-Schritt Verbesserungen konzentriert, weil einige der Ansicht sind, dass jedes Projekt individuell zu behandeln ist. Daher sei es nicht möglich, neue Ideen zu entwickeln und innovative Technologien praktikabel zu machen.

Prognose – ein Blick in die Zukunft

Das McKinsey Global Institute schätzt, dass weltweit bis 2030 rund 57 Billionen US-Dollar für Infrastruktur aufgewendet werden müssen, um mit dem globalen BIP-Wachstum Schritt zu halten. Dies ist ein massiver Anreiz für Handelnde in der Bauindustrie, Lösungen zu finden. Damit die Produktivität und die Abwicklung von Projekten durch neue Technologien verbessert werden. 

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