Weltfrauentag: Frauen im Business

Obwohl ich in meiner Jugend feministischen Einfluss genossen habe, ist mir erst kürzlich bewusst geworden, wie wichtig Frauen im Business sind. Eine gesunde und ausgewogene Balance ist wohl in jedem Lebensbereich essentiell. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2022 widme ich diesen Beitrag 7 Frauen, die mich jede auf ihre Art und Weise inspirieren. Mit dieser Inspiration schöpfe ich privat und beruflich neue, kreative Ideen.

Female Leadership – und was ich davon halte

In diesem Absatz könnte ich die Frauenquote oder diverse Studien behandeln. Aber mal ganz ehrlich: das kennen und wissen wir doch alle schon.

Mir persönlich ist es wichtig mit meiner Arbeit und meinem Food Marketing Blog Menschen zu inspirieren. Mein primäres Ziel ist es neue Ideen und Impulse zu geben. Daher ist dieser Beitrag den nachstehenden 7 Frauen gewidmet. Sie alle geben mir mit ihrer Präsenz Inspiration und Power.

Außerdem denke ich, dass wir Veränderung schaffen, indem wir Frauen das machen worauf wir Lust haben. Dabei steht bei mir persönlich der Fokus im positiven Endergebnis. Da ich stark an das Gesetz der Anziehung glaube, ist meiner Meinung nach in der Gleichberechtigungsfrage die einzige Lösung sich auf das Resultat und nicht das „wie” und mögliche Barrieren zu konzentrieren.

Diese 7 Frauen inspirieren mich

Jede einzelne dieser 7 Frauen ist eine herausragende Persönlichkeit. So verschieden die Biographien dieser Frauen sind, eines haben sie gemeinsam: Charakterstärke, Durchsetzungsvermögen und Erfolg.

Während mir Hildegard von Bingen oft in der Kulinarik begegnet, erinnere ich mich an Veuve Cliquot sobald ich Champagner schlürfe. Jane Godall und Oprah Winfrey sind laufend in Medien präsent. Edith Piaf und ihre französischen Lieder lassen mich in Erinnerung schwelgen, die mich zurück nach Frankreich bringen. Und zu guter Letzt: Linda und Stella McCartney schaffen mit ihren Produkten eine abwechslungsreichere Auswahl in der Lebensmittelindustrie, aber auch in der Modewelt.

  • Barbe-Nicole Cliquot-Ponsardin: Nahezu jede*r kennt den Champagner Veuve Cliquot, doch kaum jemand kennt die Geschichte der Frau, die dem edlen Tropfen den Namen verlieh. Mit dem Tod ihres Ehemannes wurde sie im Jahr 1805 Witwe (frz.: veuve). Dieser Umstand ermöglichte es ihr, eine so erfolgreiche Geschäftsfrau zu werden. Zu dieser Zeit war es einer Frau nur als Witwe erlaubt, ein Bankkonto zu besitzen und Verträge abzuschliessen. Also übernahm sie den Weinhandel und das kleine Champagnerhaus ihres Mannes und gründete die Marke Veuve Cliquot. Unter ihrer Leitung wurde die Herstellung von Champagner, wie sie noch heute praktiziert wird, entwickelt. Durch die sogenannte Rüttelmethode wird der Champagner klar und prickelnd und entwickelte sich damals zum begehrten Luxusgetränk des Hochadels. Dass sie das unverkennbare gelbe Etikett als Handelsmarke eintragen lässt und sich so vor Fälschungen schützt, bewerten Marketing Experten noch heute als geschickten Schachzug. Madame Cliquot gründete außerdem eine bei Geschäftsleuten sehr beliebte Bank, was ihr wiederum ermöglichte, Weinberge in bester Lage zu erwerben. Bereits zu Lebzeiten führte sie das Unternehmen zum Erfolg. Immer noch ziert das Porträt dieser erfolgreichen Business Frau die Agraffe jeder Flasche aus diesem Unternehmen.

  • Hildegard von Bingen: Diese Frau war ihrer Zeit voraus. Hildegard von Bingen war eine Gelehrte im 11. Jahrhundert und schon zu Lebzeiten eine außergewöhnliche Frau. Benediktinerin und Gründerin eines eigenen Klosters, Autorin, Musikerin, sowie Vertraute von großen Persönlichkeiten ihrer Zeit. Heute ist sie den meisten vor allem als Naturheilkundlerin bekannt und viele Hersteller von Naturprodukten beziehen sich auf sie. Hildegard von Bingen hatte umfangreiches Wissen über Heilpflanzen und ganzheitliche Ernährung. Dank der Überlieferung ihres Wissens erfreuen wir uns heute noch über ihr Gedankengut.

  • Edith Piaf: Eine schwierige Kindheit in sehr armen Verhältnissen und dennoch wurde sie eine Ikone. Als Kind ständig herumgeschoben, ging sie mit 15 Jahren alleine nach Paris, wo sie sich als Straßensängerin verdingte. Dort wurde sie von einem Kabarettbesitzer entdeckt, der ihr aufgrund ihrer geringen Körpergröße den Namen „la môme piaf“ (der kleine Spatz) gab. Und so wurde aus Edith Giovanna Gassion DIE Chansonsängerin aller Zeiten. Eine Frau, die trotz ihrer schwierigen Vergangenheit eine Weltkarriere hinlegte. Der Film „La Vie en Rose” ist die Verfilmung ihrer Biographie, in dem man einen Eindruck bekommt, wie Edith Piaf als Mensch war: eigen, direkt, frech, aber liebenswert und inspirierend. Eigenschaften, die mich persönlich inspirieren, weil ich mich darin manchmal wieder erkenne. 🙂

  • Jane Goodall: Die britische Verhaltensforscherin ist bis heute Pionierin auf ihrem Gebiet. Als sie als junge Frau das erste mal nach Afrika reist, wird sie von dem Anthropologen Louis Leaky als Assistentin eingestellt, weil dieser (seiner Zeit voraus) der Meinung war, dass Frauen die besseren Beobachterinnen sind. Nachdem sie über 2 Jahrzehnte das Verhalten von Schimpansen beobachtet und mit einer Ausnahmegenehmigung ohne universitären Abschluss an der University of Cambridge promoviert, ändert Jane Goodall 1986 ihren Fokus. Nach dem Besuch einer Biologen-Konferenz beschliesst sie, dass sie sich fortan für die Erhaltung der Umwelt und damit auch dem Lebensraum von Schimpansen einsetzen will. Mit ihrem schon früher gegründeten Jane Goodall Institut, dass rund um den Globus vertreten ist, engagiert sie sich für den respektvollen Umgang von Mensch, Tier und Umwelt. Außerdem ruft sie das mehr als erfolgreiche Roots and Shoots Programm ins Leben. Kinder und Jugendliche aus aller Welt können an verschiedenen Aktionen teilnehmen und so ihren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Natur leisten. Auch im Food Marketing stösst man auf Jane Goodall. Lebensmittelhersteller unterstützen durch den Verkauf ihrer Produkte das Jane Goodall Institut und nutzen dies geschickt im Packaging.

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  • Linda und Stella McCartney: Linda McCartney war die Ehefrau von Beatle-Sänger Paul McCartney. Beide waren Tierfreunde und lebten mit ihren 4 Kindern unter anderem auf einer Farm in Schottland und hielten Pferde, Schafe und Hühner. Einer Anekdote zufolge fiel es den beiden bei einem gemeinsamen Mittagessen wie Schuppen von den Augen und das Ehepaar entschied sich, ab sofort vegetarisch zu leben. Ihrer Meinung nach konnte man nur mit dem Verzicht auf Fleisch zum Klimaschutz beitragen. Die beiden begannen aktiv für den Tierschutz und Vegetarismus einzusetzen. Linda McCartney veröffentlichte bereits in den 90er Jahren einige vegetarische Kochbücher und gründete 1991 die Marke Linda McCartney Foods. Seit 2021 sind die pflanzenbasierten Lebensmittel auch in Österreich erhältlich. Linda McCartney´s Engagement wird von ihren Kindern fortgefahren. Ihre Tochter Stella McCartney, entwirft und produziert mit ihrem Label aus Tier- und Umweltschutzgründen ausschließlich „vegane” Mode. Außerdem haben Paul McCartney und seine Kinder den Meatfree Monday ins Leben gerufen. „…um Menschen dazu zu bringen, wenigstens einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten.”, wie Mary McCartney sagt.

  • Oprah Winfrey: In erster Linie ist die US Amerikanerin als eine der erfolgreichsten Talkshow Moderatorin weltweit bekannt. Sie wurde als Kind von minderjährigen Eltern in einem Staat, in dem es noch Rassentrennung gab, geboren. Allen widrigen Umständen zum Trotz wurde Oprah Winfrey die erste afroamerikanische Milliadärin. Doch Oprah Winfrey ist viel mehr als das und möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Nicht umsonst wurde sie 2011 mit einem Ehren-Oscar für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Sie unterstützt vor allem die Ausbildung von Kindern aus ärmlichen Verhältnissen und nutzt ihre Beliebt- und Bekanntheit um mit ihrer Oprah Foundation Spenden zu sammeln. Deshalb gilt sie vor allem in den USA als Philantropin und zählt zu den erfolgreichsten Frauen im Business.

Frauen – heute und damals

Die Frauen, die mich inspirieren sind aus verschiedenen Epochen. Das zeigt, dass erfolgreiche Frauen immer schon Geschichte schrieben. Hildegard von Bingen und auch Barbe-Nicole Cliquot-Ponsardin waren Ausnahmeerscheinungen zu ihrer Zeit. Obwohl sich diesbezüglich sehr viel getan hat, gibt es nach wie vor Defizite und eine jede Menge Nachholbedarf.

„Frauen gehören überall dort hin, wo Entscheidungen getroffen werden.”

Ruth Bader Ginsberg, Richterin am US-Supreme Court

Diverse Studien belegen, dass Unternehmen, die Frauen in Führungspositionen haben, erfolgreicher und innovativer sind. Außerdem werden solche Unternehmen oft als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen. Wenn Unternehmen zukünftig bewusster mit dem Thema Diversität und Gleichberechtigung umgehen, können wir die Wirtschaft auf das nächste Level bringen.

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